Aktuelles zum Coronavirus

Mitarbeiter*innen medizinischer Einrichtungen schützen sich am besten vor einer COVID-19 Infektion durch geeignete Mund-Nasen-Schutzmasken. Ein einfacher "chirurgischer" Mundschutz reduziert die Ansteckung anderer, ist aber als Schutz für die Maskenträger*innen nur sehr eingeschränkt oder gar nicht wirksam. Für besonders exponiertes medizinisches Personal werden daher spezielle Mund-Nasen-Schutzmasken empfohlen. Die Europäische Norm FFP2 erfordert, dass Partikel von maximal 0.6 Mikrometer Größe zu 95% gefiltert werden. Die vergleichbaren US Amerikanischen und Chinesischen Standards heißen N95 bzw. KN95.

Um zu beurteilen, ob die Mund-Nasen-Schutzmaske dicht auf dem Gesicht sitzt und daher Schutz vor aerosolisierten Infektionserregern bieten kann, ist eine Dichtheitsprüfung notwendig. Bei der Dichtheitsprüfung wird unter einer Testhaube untersucht, ob die Testperson ein Natrium-Saccharin-Aerosol als süßen Geschmack in der Einatemluft wahrnimmt. Ist dies der Fall, schließt die Maske nicht dicht ab oder der Filter ist nicht dicht genug, um die Partikel zu filtern.

An der Medizinischen Klinik des Forschungszentrums Borstel tragen aktuell alle Mitarbeiter*innen im direkten Patientenkontakt Masken vom Typ FFP2 (oder vergleichbarer internationaler Standard) um sich vor Infektionen mit dem SARS-COV-2 Virus zu schützen. Um zu prüfen, ob die Mund-Nasen-Schutzmaske auch tatsächlich wirksam ist, werden Dichtheitsprüfung mit verschiedenen Maskentypen für die Mitarbeiter*innen durchgeführt mit dem Ziel zu gewährleisten, dass Mitarbeiter*innen Mund-Nasen-Schutzmasken tragen, die ihnen tasächlich auch passen. Ergebnisse dieser Testung zum Arbeitsschutz an der Medizinischen Klinik des Forschungszentrums Borstel wurden nun in der Fachzeitschrift European Respiratory Journal open research veröffentlicht.

Nur einer von sechs Maskentypen war tatsächlich für alle Mitarbeiter*innen geeignet. Bei vier weiteren Maskentypen saßen die Masken in 83%, 73%, 67% und lediglich 23% korrekt. Bei einem Maskentyp der Kategorie KN95 mit Ohrschlaufen saß die Maske bei keinem von 88 untersuchten Mitarbeiter*innen dicht.

Fazit: Mund-Nasen-Schutzmasken können sich hinsichtlich ihrer Fähigkeit, die Träger*innen vor einer Infektion mit infektiösen Aerosole zu schützen, erheblich unterscheiden. Variationen der menschlichen Gesichtsanatomie müssen durch Eignungsprüfung der Mund-Nasen-Schutzmasken individuell berücksichtigt werden, damit diese auch wirksam sind.

Zitat: Kleinjohann L, Lange C. Respirators evaluated by fit testing. ERJ Open Res 2020;
6: 00581-2020 [https://doi.org/10.1183/23120541.00581-2020].


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