Aktuelles zum Coronavirus

Seit nun mehr einem Jahr führt die Medizinische Klinik Borstel, Leibniz Lungenzentrum ambulante SARS-CoV-2-Testungen durch.  Seitdem wurden an dem Drive-Thru-Testzentrum bereits über 11.000 Personen getestet.

Zusätzlich zu den Abstrichen wurden alle Personen zu Ihren Krankheitssymptomen, Risikofaktoren und den möglichen Ansteckungswegen befragt. Basierend auf diesen Daten wurde im letzten Jahr ein Monitoring-Tool entwickelt, das die Angaben aus den Befragungen und die Ergebnisse der Abstriche zusammenführt und die erhobenen Daten in Echtzeit analysiert und visualisiert.

Dieses Tool wurde nun um eine wichtige Funktion erweitert: Seit dieser Woche werden zusätzlich zu den bisher erhobenen Daten die Ergebnisse der Genomsequenzierungen angezeigt. Diese Daten stammen aus den positiven SARS-CoV-2-Proben des Drive-Thrus und aus dem UKSH und geben einen wöchentlichen Überblick über die Verbreitung der unterschiedlichen SARS-CoV-2 Varianten in Schleswig-Holstein. Die Genomsequenzierung wird direkt am Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum durch ein modernes Hochdurchsatzverfahren, dem sogenannten „Next Generation Sequencing“ Verfahren durchgeführt und durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein geförderten.

Die Daten zeigen, dass sich seit Anfang des Jahres die zuerst in Großbritannien beschriebene SARS-CoV-2 „variant of concern (VOC)“ 20I/501Y.V1 (B.1.1.7) auch in Schleswig-Holstein immer weiter ausbreitet. Seit dem ersten Vorkommen dieser Variante in der 2. KW 2021, nimmt der Anteil dieser leichter übertragbaren Virusvariante in den Proben immer weiter zu. In den aktuellen Sequenzierungsdaten der 9.KW kann man erkennen, dass sich die Variante 20I/501Y.V1 (B.1.1.7) – analog zu dem bundesweiten Trend - auch bei uns durchgesetzt hat und die vorherrschende Variante darstellt.

Weitere Informationen:

Covid-Monitor: https://covid-monitor.de

Corona Ambulanz am FZB: „Drive thru“ Corona-Virus Testung (fz-borstel.de)

Genomsequenzierung am FZB: Genomsequenzierung bestätigt Vorkommen der britischen SARS-CoV-2 Variante in Schleswig-Holstein.

 

Die Medizinische Klinik am Forschungszentrum Borstel, Leibniz Lungenzentrum, führt neben den PCR-Tests ebenfalls ambulante Antigen-Testungen auf das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) durch.

Pro Woche kann man nun bei uns einen kostenlosen Schnelltest durchführen lassen. Jeder weitere Schnelltest kostet 30 Euro und werden vor Ort per EC-Karte bezahlt. Das Antigen-Schnelltestergebnis liegt nach Abnahme innerhalb von 15-30 Minuten vor. Bitte bringen Sie ihre Versichertenkarte mit.

Alle Informationen zu unser Corona-Ambulanz erhalten Sie hier.

 

 

Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Besucherinnen und Besucher,

das Wohl der uns anvertrauten Menschen ist uns besonders wichtig. Aufgrund der aktuellen Anzahl von COVID-19 Infektionen in unserer Region möchten wir Sie zum Schutz unserer Patientinnen und Patienten und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darum bitten, ab sofort und bis auf Weiteres auf Krankenbesuche in unserer Klinik zu verzichten.

In begründeten Ausnahmefällen werden wir von diesem allgemeinen Besuchsverbot abweichen. In einem solchen Fall möchte ich Sie bitten, zuvor Kontakt zu Ihrem Stationsarzt oder Oberarzt aufzunehmen.

Ich bitte um Ihr Verständnis für diese Maßnahme. Bleiben Sie gesund!

Ihr

Prof. Christoph Lange

 

Mitarbeiter*innen medizinischer Einrichtungen schützen sich am besten vor einer COVID-19 Infektion durch geeignete Mund-Nasen-Schutzmasken. Ein einfacher "chirurgischer" Mundschutz reduziert die Ansteckung anderer, ist aber als Schutz für die Maskenträger*innen nur sehr eingeschränkt oder gar nicht wirksam. Für besonders exponiertes medizinisches Personal werden daher spezielle Mund-Nasen-Schutzmasken empfohlen. Die Europäische Norm FFP2 erfordert, dass Partikel von maximal 0.6 Mikrometer Größe zu 95% gefiltert werden. Die vergleichbaren US Amerikanischen und Chinesischen Standards heißen N95 bzw. KN95.

Um zu beurteilen, ob die Mund-Nasen-Schutzmaske dicht auf dem Gesicht sitzt und daher Schutz vor aerosolisierten Infektionserregern bieten kann, ist eine Dichtheitsprüfung notwendig. Bei der Dichtheitsprüfung wird unter einer Testhaube untersucht, ob die Testperson ein Natrium-Saccharin-Aerosol als süßen Geschmack in der Einatemluft wahrnimmt. Ist dies der Fall, schließt die Maske nicht dicht ab oder der Filter ist nicht dicht genug, um die Partikel zu filtern.

An der Medizinischen Klinik des Forschungszentrums Borstel tragen aktuell alle Mitarbeiter*innen im direkten Patientenkontakt Masken vom Typ FFP2 (oder vergleichbarer internationaler Standard) um sich vor Infektionen mit dem SARS-COV-2 Virus zu schützen. Um zu prüfen, ob die Mund-Nasen-Schutzmaske auch tatsächlich wirksam ist, werden Dichtheitsprüfung mit verschiedenen Maskentypen für die Mitarbeiter*innen durchgeführt mit dem Ziel zu gewährleisten, dass Mitarbeiter*innen Mund-Nasen-Schutzmasken tragen, die ihnen tasächlich auch passen. Ergebnisse dieser Testung zum Arbeitsschutz an der Medizinischen Klinik des Forschungszentrums Borstel wurden nun in der Fachzeitschrift European Respiratory Journal open research veröffentlicht.

Nur einer von sechs Maskentypen war tatsächlich für alle Mitarbeiter*innen geeignet. Bei vier weiteren Maskentypen saßen die Masken in 83%, 73%, 67% und lediglich 23% korrekt. Bei einem Maskentyp der Kategorie KN95 mit Ohrschlaufen saß die Maske bei keinem von 88 untersuchten Mitarbeiter*innen dicht.

Fazit: Mund-Nasen-Schutzmasken können sich hinsichtlich ihrer Fähigkeit, die Träger*innen vor einer Infektion mit infektiösen Aerosole zu schützen, erheblich unterscheiden. Variationen der menschlichen Gesichtsanatomie müssen durch Eignungsprüfung der Mund-Nasen-Schutzmasken individuell berücksichtigt werden, damit diese auch wirksam sind.

Zitat: Kleinjohann L, Lange C. Respirators evaluated by fit testing. ERJ Open Res 2020;
6: 00581-2020 [https://doi.org/10.1183/23120541.00581-2020].


Die Daten des ambulanten Drive-Thru-Testzentrums der Medizinischen Klinik Borstel, Leibniz Lungenzentrum konnten die Ergebnisse vorangegangener Studien bestätigen, dass Riech- und Geschmacksstörungen ein anfängliches Symptom einer COVID-19 Erkrankung darstellen und sich somit als Marker für eine frühe Diagnose eignen. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden diese Woche in der renommierten Fachzeitschrift International Journal of Infectious Diseases veröffentlicht.

Zwischen dem 19. März und dem 26. Juni 2020 wurden an dem Borsteler Testzentrum insgesamt 1.403 Personen durch oropharyngeale und nasale Abstriche auf SARS-CoV-2 PCR getestet. Die Tests wurden durchgeführt, um eine SARS-CoV-2-Infektion bei symptomatischen Patienten, aber auch bei asymptomatischen Personen, die möglicherweise SARS-CoV-2 ausgesetzt waren, zu bestätigen oder auszuschließen. Insgesamt wurden 115 Personen positiv getestet (8,2%).  Zusätzlich zu der Befragung bei der Testung wurde ebenfalls eine telefonische Nachuntersuchung bei Personen mit positivem Testergebnis durchgeführt, um die Schwere des Verlaufs und der Symptome zu protokollieren. Unter den auftretenden Beschwerden bei symptomatischen Patienten waren Geschmacks- oder Geruchsstörungen die stärksten Prädiktoren für eine SARS-CoV-2-Infektion, gefolgt von Gliederschmerzen. Atemnot und Halsschmerzen waren bei dieser Untersuchung eher mit negativen SARS-CoV-2-Testergebnissen assoziiert und stellen kein eindeutiges Krankheitssymptom einer COVID-19 Erkrankung dar. Die Ergebnisse der Untersuchung am FZB können dazu beitragen, die Spezifität der Symptome in der aktuellen Pandemie besser zu definieren.

Weitere Informationen:

Alle Daten sind online verfügbar: covid-monitor.de

Alle Informationen zu unserem Testzentrum finden Sie hier: "Drive thru" Corona-Virus Testung

Kontakt:

PD Dr. med. Christian Herzmann
Leiter des Studienzentrums an der
Medizinischen Klinik Borstel, Leibniz Lungenzentrum
Telefon: 04537 / 188-8080
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Medizinische Klinik

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23845 Borstel

Tel.: +49 (0) 4537 / 188-3690 oder
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Patientenaufnahme
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Sekretariat des Medizinischen Direktors/Chefarztes
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Leitung Krankenhausmanagement
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Pflegedienstleitung
Tel.: +49 (0) 4537 / 188-3800
Tel.: +49 (0) 4537 / 188-7800

 

 

MVZ/Ambulanzen
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Schlaflabor
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