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Moderne Behandlung im Kampf gegen den Lungenkrebs
durch eine Schlüssel-Schloss-Therapie an der Medizinischen Klinik des Forschungszentrums Borstel

Das Bronchialkarzinom gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland und ist verantwortlich für die meisten Todesfälle infolge einer Krebserkrankung. Wird die Diagnose erst spät in einem fortgeschrittenen, inoperablem Tumorstadium gestellt, so hat sich durch verbesserte Diagnostik und neue Therapieverfahren die Prognose des Bronchialkarzinoms für einen Teil der betroffenen Patientinnen und Patienten in letzter Zeit erheblich verbessert.

Bild eines Adenokarzinoms der Lunge unter dem Mikroskop. Die Tumorzellnester wachsen in den Lungenbläßchen.

Lange Zeit waren Chemotherapie, Strahlentherapie und Chirurgie die einzigen Behandlungsmöglichkeiten. Inzwischen wurden molekulare Veränderungen der Tumorzellen entdeckt, die das Tumorwachstum beschleunigen, sogenannte "Treibermutationen". Liegen diese Mutationen vor, so können nach dem "Schlüssel-Schloss-Prinzip" durch zielgerichtete Antikörpertherapie diese Tumorzellen abgetötet werden. So behandelte Patientinnen und Patienten können oft deutlich länger leben.

Manche Tumorzellen "tarnen" sich, indem sie bestimmte Schaltstellen, die sogenannten "Checkpoints" manipulieren und damit der körpereigenen Immunabwehr entkommen. Gegebenenfalls können mit Hilfe der Immuntherapie die körpereigenen Abwehrzellen die Tumorzellen wieder als bösartig erkennen und abtöten. Bei gutem Therapieansprechen kann es sogar zu einer Heilung kommen, im Durchschnitt hat sich das Gesamtüberleben der so behandelten Patientinnen und Patienten signifikant verlängert.

Die Voraussetzung zur Findung eines individualisierten Therapieregimes sind spezielle immunhistologische und molekulargenetische Untersuchungen an der individuellen Tumorprobe der Patientinnen und Patienten in der Pathologie. Die Medizinische Klinik Borstel bietet Ihnen in Zusammenarbeit mit der Verbundpathologie Borstel - Uniklinik Schleswig-Holstein (UKSH) Campus Lübeck die komplette Diagnostik von der sorgfältigen körperlichen Untersuchung, Bildgebung über die endoskopische Materialgewinnung bis hin zur histologischen/ immunhistologischen und präzisen molekularpathologischen Aufarbeitung nach modernsten Standards an.  

Im gemeinsamen "Tumorboard" mit Kolleginnen und Kollegen des UKSH entwickeln wir für unsere Patientinnen und Patienten maßgeschneiderte Therapien, mit denen wir in unserem medizinischen Versorgungszentrum und in unserer onkologischen Tagesklinik unsere Patientinnen und Patienten behandeln.

Die Diagnostik und Therapie von Lungenkrebserkrankungen wandelt sich schnell. Daher besuchen unsere Fachärztinnen und Fachärzte regelmäßig nationale und internationale Fortbildungskongresse, um die aktuell besten Behandlungsmethoden nach dem Stand der Wissenschaft anzubieten.

Medizinische Klinik Borstel: Fachlich und menschlich in guten Händen.

 

Röntgenbild des Thorax bei einem Patienten mit einem Lungenkarzinom vor und nach einer gezielten Tumortherapie. Röntgenbild links: Erstdiagnose eines fortgeschrittenen Adenokarzinoms der Lunge rechtsseitig (großer Tumor im Bild links). Molekularbiologisch konnte der Nachweis einer aktivierenden EGFR-Mutation (Exon 21) erbracht werden.  Röntgenbild rechts: Nach Behandlung mit dem EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitor Afatinib nach dem Schlüssel-Schloss Prinzip sehr gutes Therapieansprechen mit deutlichem Rückgang des Tumors in der rechten Lunge (im Bild links).

Röntgenbild des Thorax bei einem Patienten mit einem Lungenkarzinom vor und nach einer gezielten Tumortherapie.
Röntgenbild links: Erstdiagnose eines fortgeschrittenen Adenokarzinoms der Lunge rechtsseitig (großer Tumor im Bild links). Molekularbiologisch konnte der Nachweis einer aktivierenden EGFR-Mutation (Exon 21) erbracht werden. Röntgenbild rechts: Nach Behandlung mit dem EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitor Afatinib nach dem Schlüssel-Schloss Prinzip sehr gutes Therapieansprechen mit deutlichem Rückgang des Tumors in der rechten Lunge (im Bild links).

 

 

 

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