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Die Medizinische Klinik Borstel schließt zum Ende des Jahres

Auf seiner außerordentlichen Sitzung gestern hat das Kuratorium des Forschungszentrums Borstel, Leibniz Lungenzentrum, beschlossen, dass die zeitnahe Beendigung der Patientenversorgung an der Medizinischen Klinik unausweichlich ist und die Klinik am 31.12.2021 schließen wird.

Die Medizinische Klinik Borstel des Leibniz Lungenzentrums kann aufgrund ihrer Größe und den gesundheitspolitischen und -ökonomischen Rahmenbedingungen zur Krankenversorgung in Deutschland am Standort Borstel nicht ohne erhebliche wirtschaftliche Verluste betrieben werden. Infolge der angestrebten Zentralisierungen der Krankenhauslandschaft in Deutschland teilt die Medizinische Klinik in Borstel ihr Schicksal mit vielen anderen kleinen Kliniken: Sie ist in der Zukunft nicht überlebensfähig und die finanzielle Sicherstellung einer optimalen Patientenversorgung ist nicht mehr möglich. Diese fehlende Rentabilität war der maßgebliche Grund, warum die Gespräche mit potentiellen Betreibern in der Vergangenheit ohne Ergebnis blieben.

Es wird nun angestrebt, ab dem 1. Januar 2022 die für das FZB notwendige mit der Krankenversorgung verbundene translationalen Forschung unter der Trägerschaft des UKSH in wissenschaftlicher Kooperation mit der medizinischen Fakultät der CAU am Campus Kiel sicherzustellen. In der bereits bestehenden Absichtserklärung wollen die drei Partner ihre Kooperation in der pneumologischen Forschung und Patientenversorgung substanziell vertiefen. Das UKSH bietet allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Krankenversorgung inklusive des administrativen Personals der Klinik Borstel Arbeitsverträge am UKSH in Kiel oder Lübeck an.

Im nächsten Schritt wird das Direktorium des FZBs im Einvernehmen mit dem Betriebsrat unter rechtlicher Beratung einen sozialverträglichen, Interessensausgleich mit den Mitarbeiter*innen der Medizinischen Klinik erarbeiten und die Perspektiven für die Beschäftigten am UKSH erörtern.

Das Direktorium bedauert die Schließung der Klinik sehr. Die Medizinische Klinik Borstel ist eines von zwei zertifizierten Krankenhäusern zur Entwöhnung von Beatmungsmaschinen in Schleswig-Holstein, zertifiziertes Zentrum für Infektiologie und Zentrum für seltene Lungenerkrankungen. Nach mehr als 70 Jahren patientenorientierter Lungenheilkunde in Verbindung mit pneumologischer Forschung, die nur dank ihrer immer für die Klinik eintretenden, treuen Belegschaft möglich war, erfüllt die Ankündigung der Schließung der Klinik alle Borstler*innen mit großer Trauer. Gemeinsam versuchen das Direktorium und der Betriebsrat möglichst gute Perspektiven für die Mitarbeiter*innen und die Patient*innen zu schaffen.

 

Kontakt:

Prof. Dr. Ulrich E. Schaible
Zentrumsdirektor
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Prof. Dr. Christoph Lange
Medizinischer Direktor
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Über das Forschungszentrum Borstel

Das Forschungszentrum Borstel ist das Lungenforschungszentrum der Leibniz-Gemeinschaft. Im Fokus stehen chronisch-entzündliche Lungenerkrankungen wie Asthma und Allergien, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) sowie Tuberkulose und andere infektions-bedingte Entzündungen der Lunge. Das übergeordnete Ziel der interdisziplinären Forschungsaktivitäten ist, die Ursachen und Mechanismen chronisch-entzündlicher und degenerativer Erkrankungen der Lunge aufzuklären, um daraus neue innovative Konzepte zu deren Diagnostik, Prävention und Therapie abzuleiten.

 

Medizinische Klinik

Parkallee 35
23845 Borstel

Tel.: +49 (0) 4537 / 188-3690 oder
Tel.: +49 (0) 4537 / 188-3700
Fax: +49 (0) 4537 / 188-3130

 

 

Patientenaufnahme
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Sekretariat des Medizinischen Direktors/Chefarztes
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Leitung Krankenhausmanagement
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Pflegedienstleitung
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MVZ/Ambulanzen
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Schlaflabor
Tel.: +49 (0) 4537 / 188-5500