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Akutes Arzneimittelexanthem, eine mögliche Nebenwirkung der MDR-TB Therapie

Neue Erkenntnis zu Nebenwirkungen der Tuberkulose Therapie

Die medikamentöse Therapie  der Tuberkulose wird in aller Regel gut vertragen. Selten können auch unter der Standardtherapie schwere unerwünschte Arzneimittelreaktionen auftreten.
Wenn eine Resistenz der Tuberkulosebakterien gegen die beiden besten Standardmedikamente für die Therapie, Rifampicin und Isoniazid, vorliegt,

spricht man von einer multiresistenten Tuberkulose (MDR-TB). Die Therapie der MDR-TB ist komplizierter, kostspieliger, dauert länger und ist mit häufigerem Auftreten von unerwünschten Arzneimittelreaktionen verbunden, als die Standartdtherapie.  Zu den unerwünschten Arzneimittelreaktionen gehören eine breite Palette von Erkrankungen, z.B. Hautausschläge, Hörverlust, Gefühlsverlust (Polyneuropathie), Herzrhythmusstörungen, Nierenversagen oder auch Psychosen.

Wie häufig es bei der MDR-TB zu unerwünschten Arzneimittelreaktionen kommt war bislang nicht gut untersucht. Ein internationales Team von Ärzt*innen und Wissenschaftler*innen mit Beteiligung der Medizinischen Klinik des Forschungszentrums Borstel hat nun Daten von 58 Studien mit mehr als 9000 Patient*innen die mit einer MDR-TB medikamentös behandelt wurden ausgewertet. In bis zu 14% der Fälle musste die Therapie wegen schwerer Nebenwirkungen abgebrochen werden.

"Patientinnen und Patienten, die eine MDR-TB Therapie erhalten, müssen engmaschig überwacht werden. Manche schweren Nebenwirkungen werden nur dann rechtzeitig entdeckt, wenn man aktiv danach sucht", so Professor Christoph Lange, Chefarzt  der Klinik und  Medizinischer Direktor am Forschungszentrum Borstel.

Lan Z et al. Drug-associated adverse events in the treatment of multidrug-resistant tuberculosis: an individual patient data meta-analysis. Lancet Respir Med, March 16, 2020. doi.org

 

 

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